Texas Hold’em
Texas Hold’em ist eine Pokervariante mit relativ einfachen Spielregeln für zwei bis zehn Spieler. Das Ziel des Spiels besteht darin, durch die Kombination der fünf Gemeinschaftskarten und zwei Pocketkarten die beste Pokerhand zu bilden. Hier die Grundlagen von Texas Hold’em:
- Der Kartengeber/Dealer. Die Karten werden von der Position des Kartengebers/Dealers ausgeteilt (englisch „to deal“ = ausgeben, austeilen), die vor dem Beginn jeder neuen Runde im Uhrzeigersinn weiterrückt. Der sogenannte „Dealer-Button“ (eine mit dem Buchstaben „D“ gekennzeichnete Scheibe ) zeigt an, welcher Spieler gerade der Kartengeber ist. Beim Online-Poker teilt die Software die Karten automatisch an Stelle des Kartengebers aus.
- Pflichteinsätze/Blinds. Um das Spiel zu beginnen, setzt der Spieler links vom Kartengeber den „Small Blind“ (normalerweise die Hälfte des Mindesteinsatzes), und der Spieler links von ihm setzt den Mindesteinsatz, „Big Blind“ genannt. Dadurch wird der Pot eröffnet und für die anderen Spieler ein Anreiz geschaffen, weitere Einsätze zu tätigen. Die Pflichteinsätze werden auch „Blinds“ genannt, da sie gezahlt werden müssen, noch bevor die Karten sichtbar sind.
- Austeilen. Nachdem die Pflichteinsätze gemacht wurden, erhalten alle Spieler vom Kartengeber zwei Karten, auch „Pocketkarten“ genannt, die nur für den Spieler, der die Karten bekommt, sichtbar sind.
- Einsätze. Nachdem alle Spieler ihre zwei Pocketkarten erhalten haben, wird gesetzt. Der Spieler links vom Spieler, der den Big Blind gesetzt hat, ist als Erster ist an der Reihe. In Abhängigkeit davon, was vorher in der Spielrunde passiert ist, kann ein Spieler ablegen („fold“), schieben („check“), mitgehen, erhöhen („raise“) oder weiter erhöhen („re-raise“, je nachdem, mit welchen Limits und Tischeinsätzen gespielt wird. Eine Spielrunde kann mehrmals um den Tisch laufen, wenn Spieler erhöhen und weiter erhöhen. Sie ist beendet, wenn alle Spieler entweder beim letzten Einsatz mitgegangen sind oder ihre Karten abgelegt haben.
- Der Flop. Als Nächstes kommt der Flop, bei dem drei Gemeinschaftskarten aufgedeckt auf den Tisch gelegt werden. Darauf folgt eine weitere Runde.
- Der Turn. Beim Turn wird eine vierte Gemeinschaftskarte neben dem Flop aufgedeckt. Danach folgt die dritte Wettrunde.
- Der River. Die letzte Gemeinschaftskarte, die man River nennt, wird neben dem Turn aufgedeckt. Nun folgt die letzte Setzrunde.
- Der Showdown. Nach den Setzrunden kommt der Showdown. Die im Spiel verbliebenen Spieler vergleichen nun die aus fünf Karten bestehen Pokerhände, die sie durch eine Kombination ihrer zwei Pocketkarten mit den fünf Gemeinschaftskarten bilden konnten. Der Spieler mit der stärksten Hand, also der Hand mit der höchsten Wertigkeit, gewinnt den Pot. Es kann passieren, dass die Pokerhände zweier oder mehrerer Spieler die gleiche Wertigkeit haben oder dass die beste Hand sich aus den fünf Gemeinschaftskarten ergibt. In diesen Fällen teilen sich die betreffenden Spieler den Pot.
- Die nächste Setzrunde. Nachdem der Pot verteilt wurde, wandert der Dealer-Button (im Uhrzeigersinn) eine Position weiter nach links. Die Spieler links vom neuen Kartengeber setzen die Blinds, so dass die Karten für die neue Runde ausgeteilt werden können.


