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Steven van Zadelhoff

Steven van Zadelhoff
Spielername: Viktor
Geburtsdatum: 1. März 1979
Spielstil: Tight
Land: Niederlande

Steven van Zadelhoff spielte zunächst online Texas Holdem, um Aktienverluste auszugleichen. Das mag sich für einige riskant anhören, doch für Steven, der außerdem „Free Fighting“ trainiert, hatte diese Entscheidung nichts Außergewöhnliches.

Free Fighting?

„Free Fighting heißt nicht, dass es frei von Regeln ist. Es ist ein Freestyle-Kampfsport, eine Kombination aus Kickboxen und Wrestling.“

Free Fighting ist natürlich sehr hilfreich, was geistige Disziplin angeht. Nachdem er rund sechs Monate online gespielt hatte, machte Steven seinen ersten großen Gewinn und nahm in einem 100.000 $ Turnier 25.000 $ mit nach Hause.

Nach einigen großen Online-Gewinnen begann er, auch an Live-Turnieren teilzunehmen. Und auch wenn er 2005 bei seinem ersten „Aussie Millions“ nichts gewann, hatte er dort seiner Meinung nach eine Menge über das Spiel in einem internationalen Umfeld und das „Lesen“ von Gegenspielern gelernt.

„Die Fähigkeit, Gegner zu lesen und das Spiel wirklich zu verstehen sind entscheidend für den Erfolg.", meint er.

„Ich denke, die Niederländer sind was die „Poker-Bildung" angeht wesentlich weiter als die Menschen in anderen europäischen Ländern. Wir sind auf einem Level mit den nordischen Ländern.“

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Steven nicht nur als einer der bekanntesten und beliebtesten Spieler der Niederlande, sondern auch als eine potenzielle Größe der europäischen Pokerszene etablierte.

2007 schloss Steven bei der ersten WSOP Europe in London als Elfter ab, gleich nach Gus Hansen, gewann 41.630 £ (94.000 $) und verpasste den Finaltisch nur knapp. 

Heute schließt er bei wichtigen internationalen Turnieren regelmäßig im Geld ab, so z.B. bei der WSOP, EPT und WPT. Steven war zudem einer der „Lords“ bei der letzten Saison von The Lords of Poker, einer niederländischen Reality-TV-Serie, bei der normale Leute gegen Größen aus der Pokerszene, aus Wirtschaft, Sport und der Unterhaltungsbranche antraten.

Im Herbst 2009 machte sich Steven auf den Weg nach Gran Canaria, wurde der Champion vom SPT Grand Finale 2009 und nahm coole 100.000 € mit nach Hause.

Es war Stevens Wunsch, hauptberuflich Poker zu spielen, der ihn zur Aktion „Live the Dream“ von Everest Poker brachte. Dort trat er gegen Tausende andere Spieler an und gewann einen der zehn Sponsorenverträge über 100.000 $, welcher mittlerweile erneuert wurde und Steven zu einem offiziellen Mitglied des Team Everest macht.

„Für mich ging es nicht nur darum, vollzeitig gesponsert zu werden.“, sagt er. „Ich wollte vor allem auch eine dauerhafte Bindung aufbauen.“

An diesem Punkt seiner Karriere ist Steven entschlossener denn je, ein WSOP-Armband zu gewinnen.

„Am Anfang dachte ich wirklich, das Leben als Pokerspieler wäre ziemlich stressfrei. Doch ich habe sehr viel zu tun. Den Großteil der Zeit verbringe ich damit, online zu spielen, zu reisen, in Live-Turnieren zu spielen und mit den Medien zu sprechen.

„Natürlich habe ich manchmal auch Zeit fürs Free Fighting. Ich habe ja noch immer meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.“