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Cristiano Blanco

Cristiano Blanco
Screenname: lalanco1
Alter: 27
Spielstil: Tight aggressive
Land: Italien

Cristiano Blanco eroberte die europäische Pokerszene im März 2007, als er bei der EPT Dortmund Zweiter wurde und 380.000 € gewann.

„Es war wie im Märchen“, berichtet Cristiano, der sich für das Event bei Everest Poker online qualifiziert hatte. Ich fuhr zur EPT, weil ich meine Fähigkeiten einmal an denen der Profis messen wollte. Es war wie Zauberei! Bis dahin hatte kein italienischer Spieler bei der EPT besser abgeschnitten.“

Seit seinem aufsehenerregenden Erfolg in Dortmund ist Cristiano beim Team Everest unter Vertrag. Er musste nicht lange überlegen, ob er für Everest spielen wollte. „Ich bin in manchen Dingen ein wenig altmodisch und bei Everest war man eben immer so nett zu mir. Alle waren jedes Mal sehr aufmerksam und ich fühlte mich gut aufgehoben. Deshalb war es der einzige Pokerraum, für den ich spielen wollte.“

Cristiano, auch als der „Italian Stallion“ (englisch für „italienischer Hengst“) bekannt, ist heute – dank seines guten Aussehens und seiner freundlichen, offenen Art – einer der bekanntesten und beliebtesten Spieler der boomenden italienischen Pokerszene.

„Als ich vor sechs Jahren anfing, spielten nur wenige Italiener Holdem. Heute wollen es alle spielen.“, stellt Cristiano fest. „Und das ist natürlich sehr gut für mich.“

Wie bei den meisten Italienern war Cristianos erster Kontakt mit dem Pokerspiel die Variante Five Card Draw, die vor allem zu Hause mit Freunden gespielt wird. Als er zum ersten Mal Holdem spielte, kannte er die Regeln nicht und gewann trotzdem nur wenige Stunden später bei einem Turnier mit einem garantierten Preispool von 5.000 $.

Doch natürlich ist er auch der Erste, der zugibt, dass Anfängerglück einen nur begrenzt weiterbringt. „Nachdem ich ein Jahr gespielt hatte, war ich ziemlich deprimiert. Denn ich war immer noch dabei, die Regeln zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.“

Vor seiner Pokerkarriere war Cristiano ein beliebter Funk- und Fernsehjournalist in Rom. Er arbeitete zunächst hauptsächlich beim Radio und wechselte anschließend ins Fernsehen, wo er am Sonntagabend als Reporter in der beliebten Fußballsendung Goal Di Notte zu sehen war.

Den Umstand, dass er seit einigen Jahren hauptberuflicher Pokerprofi ist, schreibt Cristiano jedoch auch seinen vorherigen beruflichen Erfahrungen zu.

„Ich will immer allem auf den Grund gehen. Ich will sehen, wie die Dinge wirklich sind. Als ich noch im investigativen Journalismus arbeitete, musste ich einmal nach Süditalien, wo ein Schulhaus eingestürzt war – eine schreckliche Erfahrung! Aber als Reporter kannst du eben nicht nur die Situation beschreiben, sondern musst auch die Empfindungen der Zeugen und Familienmitglieder wiedergeben.“

„Ich bin dadurch sehr viel erwachsener geworden.“ 

Cristiano glaubt allerdings, dass nicht nur solche Erfahrungen dazu beigetragen haben, dass er heute besonders gut darin ist, andere Spieler zu „lesen“. Er ist der Meinung, dass er auch in Bezug auf das Spielen an sich eine realistischere Einstellung hat als viele andere, die schon sehr früh begonnen haben, hauptberuflich Poker zu spielen.

„Ich frage mich manchmal, was diese Spieler machen, falls das alles hier morgen plötzlich zu Ende ist.“ Wovon würden sie dann leben? Ich dagegen weiß wie es ist, einen normalen Job haben. Dafür bin ich aus vielen Gründen dankbar. Und es hat außerdem dazu geführt, dass ich mit meiner Bankroll viel überlegter umgehe.